Ärzte - Login

Angemeldet bleiben

       

Autoren - Login

Angemeldet bleiben

       
Login
- - - - - -
Donnerstag, 17 August 2017

 

Ausbildung & Termine


Kurse nach dem Muster Weiterbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer zur Erlangung der Zusatzbezeichnung spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin.
Praktikas, Seminare, Themenfortbildung

Tätigkeitsschwerpunkt "Ganzheitliche Schmerzbehandlung“ bei der Deutschen Akademie für Ganzheitliche Schmerztherapie e. V .

  Zu den Kursterminen                                                                                                

 

Ärzteliste nach Postleitzahlen


Auswahl an Ärzten für die Bereiche Schmerzmedizin und Akupunktur
(Human- und Zahnmedizin)

Hier finden Sie eine nach Postleitzahlen sortierte Auswahl von Human- und Zahnmedizinern, die sich auf die ganzheitliche Therapie von Schmerzen spezialisiert haben bzw. sich in diesem Gebiet fortgebildet haben.

  Zu den Listen                                                                                              

 

Altersübergreifende Palliativmedizin


Wir betreten Neuland

Vor acht Jahren wurde die Idee geboren, vor sieben Jahren wurde dann das Zentrum für
altersübergreifende Palliativmedizin am Uniklinikum
in Homburg gegründet ...


  Zum Beitrag                                                                                             

Charta


zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

... Die  Charta geht von der Situation der Menschen aus, die aufgrund einer fortschreitenden lebens-begrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod unmittelbar konfrontiert sind. In fünf Leitsätzen und den entsprechenden Erläuterungen werden Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarf in Deutschland formuliert. Im Mittelpunkt stehen die betroffenen Menschen und ihre Bedürfnisse ...

  zur  Charta  

A+ R A-

Altersübergreifende Palliativmedizin
Wir betreten Neuland


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor acht Jahren wurde die Idee geboren, vor sieben Jahren wurde dann das Zentrum für altersübergreifende Palliativmedizin am Uniklinikum in Homburg gegründet, vor sechs Jahren folgte die Verankerung im Landesbettenplan des Saarlandes als bettenführende Haupt-fachabteilung mit vier Kinder- und sechs Erwachsenenbetten und jetzt – am 10. Oktober 2016 – war es endlich soweit: Die ersten Patienten konnten auf der  europaweit ersten altersübergreifenden Palliativstation (vom Baby bis zum Greis) aufgenommen werden.
Aber gibt es überhaupt Bedarf für eine solche Versorgung, insbesondere für Kinder? Im Frühjahr dieses Jahres wurde nach Datteln (NRW) in München die zweite Kinderpalliativstation Deutschlands eröffnet. Wenn man sich das Verhältnis von rund 320 Palliativstationen für Erwachsene zu zwei Kinderpalliativstationen in Deutschland anschaut und sich dann vor Augen führt, dass wir in Deutschland rund 50.000 lebensbegrenzt erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben, wird jedem klar, dass wir gerade in der Kinderversorgung noch einen gewaltigen Nachholbedarf haben.


Gibt es eine richtige Altersgrenze?
Wieso eine Station für altersübergreifende Palliativmedizin? Weil wir der Meinung sind, dass aus der Kindermedizin kommend der 18. Geburtstag eine eher willkürliche Landmarke ist, die der medizinischen Entwicklung in vielerlei Bereichen überhaupt nicht mehr gerecht wird. Auf der einen Seite diskutieren wir über perinatale Palliativsprechstunden mit pädiatrischer Beteiligung und auf der anderen Seite erreichen immer mehr Menschen mit typisch pädiatrischen Krankheiten das Erwachsenenalter, so dass man mittlerweile schon fast über Gerontopädiatrie als eigenen Schwerpunkt nachdenken könnte. Die Transition, das heißt die Überleitung eines Jugendlichen mit einer eigentlich pädiatrischen Grunderkrankung in die Erwachsenenmedizin, führt für die Betroffenen leider immer noch viel zu oft zu großen Versorgungsproblemen, wenn nicht gar zu Versorgungsabbrüchen.
Auch im Bereich der stationären Kinderhospize sehen wir seit Jahren eine Entwicklung hin zur Versorgung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Hier ist die Grenzziehung bis zu welchem Lebensalter jemand in ein Jugendhospiz darf auch eher willkürlich. Endet sie mit dem 18. Lebensjahr, mit 27, mit 35? Warum muss ich einem 36-Jährigen, der seit vielen Jahren auch zu Mitarbeitern einer Einrichtung Vertrauen gefasst hat, sagen: „Du bist aus unserer Versorgung rausgewachsen“.
Wir persönlich sind der Meinung, dass diese Grenzziehung falsch ist und möchten genau das auf unserer Mehrgenerationenpalliativstation anders machen. Und wir sind mit diesem Gedanken nicht allein. So hat im Frühjahr 2016 das erste Mehrgenerationenhospiz in Kassel seinen Betrieb aufgenommen.
Die Pädiater und Kinderkrankenschwestern in unserem Team möchten Patienten, die uns kennen und die Vertrauen zu uns gefasst haben, auch jenseits ihres 18. Lebensjahres weiter versorgen. Darüber hinaus sind wir fest davon überzeugt, dass sowohl sterbenskranke ältere Menschen von Kindern als Mitpatienten auf einer gemeinsamen Station profitieren können, als auch umgekehrt.

Auch kritische Gedanken
Ja, uns begegnen auch genug kritische Stimmen, zum Beispiel von Eltern die sagen, sie möchten nicht auf eine Station kommen, auf der ältere Menschen sterben. „Unser Kind soll nicht mit dem Tod konfrontiert werden“. Und genauso begegnen uns Stimmen älterer Menschen, die sagen, dass sie mit dem Gedanken, dass im Nachbarzimmer ein sterbendes Kind liegt, gewaltige Schwierigkeiten haben. Ja, wir geben zu, dass wir mit unserer Idee Neuland betreten und dass wir selbstverständlich auch die Bereitschaft haben müssen, mit diesen zum Teil durchaus berechtigten Zweifeln und Sorgen adäquat umzugehen. Und trotzdem denken wir, dass wir den richtigen Weg einschlagen, und dass lebensbegrenzende Erkrankungen, leidvolle Symptome, Lebensqualität, Hoffnung und die Erfüllung letzter Wünsche weder an bestimmte Erkrankungen noch an irgendein Lebensalter gebunden sind.
Wir glauben an unsere Vision und brennen darauf, endlich unsere Patienten mit ihren Angehörigen so gut wie möglich versorgen zu dürfen. Und den Tod und das Sterben wieder ein bisschen aus der Tabuzone heraus ins Leben zu holen.
Wir treten mit rund 40 Mitarbeitern der verschiedensten Berufsgruppen für dieses Projekt an und eines darf ich Ihnen hier und heute schon versichern, wir werden Sie auf dem Laufenden halten und wir freuen uns jetzt schon auf Ihre Anregungen, kritischen Gedanken aber natürlich vor allem auf Ihre Unterstützung.


Prof. Dr. med. Sven Gottschling

Chefarzt
Zentrum für Palliativmedizin  und Kinderschmerztherapie



Dieser Beitrag erschien in der Zeitschrift Schmerzmedizin, Ausgabe 6/2016, veröffentlicht von www.springermedizin.de

 

 

 

 

Kontakt

DAGST

Deutsche Akademie für
Ganzheitliche Schmerztherapie e.V
Amperstraße 20 A
82296 Schöngeising
Tel.: 0 81 41 / 31 82 76-0
Fax: 0 81 41 / 31 82 76-1
E-Mail: kontakt@dagst.de

Vertretungsberechtigt:
1. Vorsitzender Chefarzt Dr. L. Distler

website by Helga Hansel Grafik & Design
www.munich-pixels.de

 

Weitere Informationen

Akademie-Fortbildungsbüro
Amperstraße 20 A
82296 Schöngeising
Tel.: 0 81 41 / 31 82 76-0
Fax: 0 81 41 / 31 82 76-1

DAGST Vorsitzende
1. Vorsitzender Chefarzt Dr. L. Distler (mit Ausbildungsberechtigung für die spezielle Schmerztherapie)

2. Vorsitzender Prof. Dr. med. Sven Gottschling

 

 

 

Spenden & Fördermitglied

Als gemeinnütziger Verein sind wir für Spenden in jeder Höhe dankbar.
Ab einer Spende in Höhe von 50 € erhalten Sie von uns automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt.
Ab einem jährlichen Beitrag von 100 € werden Sie Fördermitglied der DAGST und auf einer eigenen Seite unserer Homepage genannt.